Pünktchens Reiseabenteuer

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Sonntag, 15. Oktober

Saint-Cyprien-Plage – Alfaz del Pi

(Google Maps)

Die Abschlußfeier von Pünktchens Jungfernfahrt ist wohl etwas zu heftig ausgefallen, denn mir brummt heute morgen der Schädel. Immerhin überdeckt das Gefühl recht gut den schmerzenden Zahn, ich will mich also nicht beschweren. Whisky genießt einen ausgedehnten Dünenspaziergang und nachdem ich den ersten Kaffee fertig habe, geht es mit der Tasse gleich nochmal ans Meer.

Es ist Sonntag morgen und die Straßen sind menschen- und motorenleer. Eine gute Gelegenheit, erste Fahrpraxis mit dem Wohnmobil zu sammeln. Gabi reagiert auf meinen diesbezüglichen Vorschlag mit verhaltener Begeisterung. Da ich heute morgen nicht den Kopf für eloquente Überzeugungsversuche habe, belassen wir es bei einem guten Vorsatz für später und machen uns auf den Weg. Zunächst versuche ich, unsere Vorliebe für Nationalstraßen über Argeles-Sur-Mer und Colliure fortzusetzen, aber kurz hinter Port Vendres wird unsere Reise jäh gestoppt.
Ein Transporter hat sich in einer der zahlreichen Kurven der Küstenstraße auf die Seite gelegt und sorgt für eine Totalsperrung der N114. Nach einer halben Stunde Wartezeit hat man sich seitens der Gesetzeshüter dafür entschieden, für klare Verhältnisse zu sorgen, und schickt den Verkehr über eine kleine Seitenstraße mit Wendemöglichkeit wieder nach Port Vendres zurück. Bei der ersten Gelegenheit schlagen wir nun den Weg zur Autobahn ein und erreichen sie endlich bei Le Boulou, der letzten Auffahrt in Frankreich. Von nun an werden nur noch Kilometer gefressen und nachdem wir Tarragona und Reus passiert haben, zeigt Gabi endlich Erbarmen und löst mich am Steuer ab. Mein Brummschädel weiß das zu schätzen und wir erreichen ohne weitere Zwischenfälle gegen Abend unser Zuhause in Alfaz del Pi.