Pünktchens Reiseabenteuer

logo

Suche:

Freitag, 13. Oktober

Quingey – Avignon

(Google Maps)

Die Enten haben den Gabi-Schock überwunden und sind am nächsten Morgen wieder zur Stelle, diesmal aber mit Sicherheitsabstand. Gabi schreckt das nicht ab: Wenn die Enten nicht zu Gabi kommen ... 
Unverdrossen bewirft sie die armen Vögel mit Brot, bis diese sich erweichen lassen und ein paar Happen zu sich nehmen.

Heute ist es soweit - mein abgebrochener Zahn kündigt mir endgültig die Freundschaft und macht sich heftig bemerkbar. Das ist schade, denn gerade heute steht ein kleiner Höhepunkt auf dem Programm: Wir haben beschlossen, unsere nächste Station in Avignon zu machen. Mit dieser Stadt verbinden uns viele Erinnerungen an unseren ersten gemeinsamen Urlaub 1984.

Trotz langer Tagesetappe und Zahnweh bringt mich nichts dazu, die Autobahn zu benutzen. Wieder geht es über Lons-Le-Saunier und Bourg-En-Bresse auf der Nationalstraße gen Lyon. Hier gönnen wir uns diesmal jedoch die (kostenlose) Ostumfahrung (Rocade est) und erst bei Vienne wechseln wir wieder auf die N86, der wir bis Orange folgen. Das westliche Rhoneufer entpuppt sich dabei als recht schön und wenig befahren, im Gegensatz zur N7, die auf der anderen Seite parallel zur Autobahn verläuft, und unter anderem Valence und Montelimar berührt.

Bei Orange geraten wir dann wieder auf die Hauptstrecke, die mitten durch die Stadt und alle umliegenden Gewerbegebiete führt. Trotzdem erreichen wir schon spätnachmittags Avignon und mit etwas Glück finden wir auch gleich die richtige Abfahrt zur Ile Barthelasse und den daraufliegenden Campingplätzen. Der Camping Barthelasse ist unsere erste Adresse, weil direkt neben der Brücke und eben auch Bestandteil unserer Erinnerungen. Ein paar Wohnmobile stehen scheinbar frei in der näheren Umgebung, aber das trauen wir uns nicht - und wollen es eigentlich auch nicht.

Wir richten uns auf dem Platz ein, zeigen dem Hund die Rhone und die berühmte halbe Brücke (Sur le pont d'avignon lalalala lalalala), nehmen eine Dusche und machen uns dann auf den Weg zum Papstpalast. Am Fuße des Palastes, auf dem Place d'Horloge, befindet sich noch immer ein Restaurant neben dem anderen, qualitativ bescheiden und mit am Massentourismus orientierten Preisen. Uns ist das egal, die Soupe de Poisson avec sa Rouille ist genießbar und auch das Escalope aux Poivre Vert bleibt im Magen. Wäre da nicht mein Zahn, der ständig nervt, wäre das heute ein wahrlich bezaubernder Abend.