Pünktchens Reiseabenteuer

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Montag, 11. September

Quingey – Stadtbredimus

(Google Maps)

Morgens am Fluß. Ich sehe heute glücklicherweise keine Jogger, die mein Gewissen belasten könnten, und schlendere mit Whisky durch die taufeuchten Felder. Dann wird Gabi zum Bäcker geschickt, während ich wie an jedem Morgen das Bialetti-Aluwunder in Betrieb nehme. Nach einem gemütlichen Frühstück mit Croissants und Pain au Chocolat machen sich bei Gabi akute Entzugserscheinungen bemerkbar und sie fällt über die ortsansässigen Enten her.

Nachdem diese alle mit Weißbrot vollgestopft sind und vor Gabi ins Wasser flüchten, widme ich mich meinen sanitären Herausforderungen. Während Gabi das Überangebot an fließendem Wasser ausnutzt, um mal gründlich durchzuspülen und zu putzen, entleere ich im dafür vorgesehenen Örtchen mit gebotener Vorsicht das Porta-Potti-Unterteil (diesen Vorgang hatte ich wohlweislich bereits im heimischen Bad mit einigen Wasserfüllungen geübt), halte währenddessen die Luft an und bin einigermaßen angenehm überrascht, wie unspektakulär sich die grünliche Brühe entsorgen lässt. Damit möchte ich dieses Thema nun aber endlich auch im Hinblick auf weitere Reiseberichte beenden. Da ich denke, dass dies jedoch jeden Anfänger irgendwie beschäftigt, möge man mir meine bisherigen ausführlichen Schilderungen verzeihen.

Der Rest des Tages verläuft unspektakulär. Von Quingey geht es an Besancon vorbei nach Norden. Die N57 führt über Vesoul und Epinal nach Nancy. Unterwegs wird ein weiterer Supermarché geplündert, unsere Bonne-Maman-Konfitürenauswahl wächst auf drei und inzwischen sind auch alle erforderlichen Mitbringsel besorgt.

Hinter Epinal wird die Nationalstraße zur vierspurigen Autobahn, so daß wir Nancy und Metz problemlos hinter uns lassen. Kurz vor Thionville verlassen wir bei Florange die Autobahn und folgen der N153 Richtung Trier. Wir fahren bei Schengen über die Grenze und ein kurzes Stück durch Deutschland, überqueren dann aber ohne besonderen Grund bei Remich die Mosel und fahren auf Luxemburger Seite nordwärts. Am rechten Fahrbahnrand, direkt am Flussufer, tauchen in regelmäßigen Abständen große Parkbuchten auf. Bei Stadtbredimus biegen wir in eine solche ein. Ein Schild weist darauf hin, dass hier auch Busse parken dürfen. Wer sollte also etwas gegen unser kleines Pünktchen einwenden?

Später sitzen wir noch mit einem Glas Wein auf einer Bank an der Mosel und genießen den letzten Abend unserer (Hin-)Reise. Auf der anderen - deutschen - Flussseite führt die Straße auf den Hügeln entlang und wir sehen zwei weitere Wohnmobile, die sich dort oben für die Nacht eingerichtet haben.